AIRPOWER

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Bittbrief an die Industrie

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit geraumer Zeit befasse ich mich mit umweltverträglichen Technikarten. Darunter auch das Problem mit dem Ausarbeiten eines Konzeptes von druckbetriebenen Fahrzeugen aller Art. Dieses Konzept ist nichts weiter als die Wiederauferstehung einer alten Technik, die in leicht abgeänderter Form im vorletzten Jahrhundert den Siegeszug um die Welt antrat. Durch Erzeugung von Druck wird eine Achse zum Rotieren gebracht, so dass daran Räder, Schiffschrauben etc. zum Drehen gebracht werden können. Den Dampfantrieb. Damals sehr kompliziert, weil zuerst Wasser eingefüllt, Feuer erzeugt und somit Dampf gemacht wurde. (abgesehen vom ganzen technischen Aufwand und drum herum um dies möglich zu machen)

Betrachten wir einmal eine Eisenbahn/Lokomotive. Kohlen-Tender, Wasser-Behälter, Heizraum. Männer, die schaufeln und heizen, Wasser einfüllen, Ventile bedienen , und all dies nur um eine Welle zum Drehen zu bewegen.Ein Riesenaufwand an Mensch und Material. Und auch beim altbekannten Otto-Motor stellen wir wieder dasselbe fest. Irgendwo ist ein Lagerbehälter (Benzin) irgendwo wird Feuer gemacht (Brennraum) und irgendwo schiebt einer Brennstoff nach (Benzinpumpe) . So interpretiert, wenn man alles rein technisch betrachtet. Wenn wir heute alles Komplizierte weglassen und uns fragen, was könnte eine Welle zum Drehen bewegen, abgesehen von Elektrizität, oder Verbrennungstreibstoffen, dann bleibt nur der Dampf übrig. Sagen wir einfach DRUCK dazu. Und wenn man diesen Druck nun in Lagerbehältern beschaffen könnten wäre dies ja wohl sehr feudal. Tönt gut... und ist es auch. Denn genau das war zu Dampflokomotivs-Zeiten leider noch nicht möglich. Druck fertig einzufüllen. Heute aber rund um die Welt erhältlich. Druckluft.

Hätte man dies schon vor zweihundert Jahren so handhaben können wie heute, so würden die Loks vermutlich anders ausgesehen haben. Nein, alle Antriebe hätten sich anders entwickelt. Und dass bis heute keiner auf die grandiose Idee gekommen ist, diese altmodische Technik neu zu interpretieren, grenzt beinahe an ein Wunder. Zumal in Erfahrung gebracht werden konnte, dass in Deutschland bereits vor dem 2. Weltkrieg auf diesem Weg Kohle gefördert wurde von druckbetriebenen Förderkarren. Tausende von Tonnen wurden schon damals geschleppt, gestossen, gezogen und transportiert. Und keiner sagte damals irgend etwas von "Geht nicht" Ganz einfach weil man es damals als vernünftig und selbstverständlich betrachtete, Kohle auf diesem Weg zu Tage zu fördern. Was man aber dabei vergass, war die Tatsache, diesen Antrieb weiter zu entwickeln und vor allem "NICHT ZU VERGESSEN".

Was nämlich genau passiert ist im Zuge der Weiterentwicklung. Dem stetigen Suchen nach Neuem und Besserem. Würde das Waldsterben, das Klimadebakel, Ozonloch etc. uns nicht seit ein paar Jahren zum Suchen zwingen, hätten wir auch keinen Grund, Altes wieder aufzugreifen. Auf Grund der Umstände möchte ich allerdings beinahe behaupten "bleibt uns vermutlich nichts Anderes mehr übrig" wenn wir alle eines Tagen nicht zwangsläufig auf 1 PS umsteigen müssen.

Also begann ich in meiner Garage selber etwas zusammenzubauen. Resultat:.... In meinem Besitz befindet sich ein selbstkonstruiertes Chassis mit angetriebener Hinterachse, 4 Rädern insgesamt. Mit 5-Gang - Getriebe und Mittelmotortechnik. Was so viel bedeutet wie dass die Antriebsquelle unmittelbar von der Hinterachse eingebaut ist. Diese Technik hat sich immer sehr gut bewährt, weil eine optimale Gewichtsverteilung vorhanden ist. Dank der freundlichen Unterstützung vom Felgenhersteller Ronal aus Deutschland, dem Reifenhersteller Bridgestone und dem Sauerstoffwerk Lenzburg steht mittlerweile ein beinahe fertiges Fahrgestell zu Hause in meiner Garage. Zudem wartet Hr. Koch vom Verkehrssicherheits-Zentrum in Veltheim schon eine geraume Zeit auf meine Fahrversuche. Nach Rücksprache mit Ihm, wurde bereits SF2 DRS eingeschaltet, welche sich freundlicherweise für die Übertragung der ersten Testfahrt interessiert zeigen.

Doch leider fand ich noch keinen, der bei der Finanzierung der Endfertigung etwas mithilft. Das ganze Projekt wurde bis jetzt aus privaten Geldern bestritten, wobei zu beachten ist, dass der Zeitaufwand das kostspieligste Unterfangen war bis jetzt. Nach diversen technischen Abklärungen. ETH Zch, Ing.Schule Biel, GM , Shell Schweiz und anderen blieb lediglich die Erkenntnis übrig, dass für dieses Projekt einfach keine Hilfe von irgendeiner Seite zu erwarten ist.

Ein französischer Unternehmer hat sich in der gleichen Zeit wie ich auch auf die Suche gemacht, wie man mit Druckluft allenfalls Autos, Motorräder, Trikes, Schiffe, LKW und Sonstiges betreiben könnte. Nach Durchsicht seiner Unterlagen musste ich jedoch feststellen, dass dieser Franzose den gleichen Fehler machte wie die Volkswagenwerke in Wolfsburg. (Projekt Druckluft-Lupo) Er will wieder Kolben antreiben um eine Drehbewegung zu erzeugen. Also einfach gesagt. Er will ca. 60% seiner Energie gleich wieder durch Reibungswiderstand vernichten. Was einen absoluten Unsinn in sich selber darstellt!

Was ich also brauchte, wäre eine Art Turbine, welche ab Flasche über ein Regelventil gesteuert wird. Motor-Halterung ist bereits vorbereitet. Die Flaschenhalterungen sind im Chassis bereits montiert. Die Regelbatterie wurde vom Sauerstoffwerk Lenzburg bereits angefertigt und ist Einsatzbereit. Der springende Punkt ist nun aber, dass diese "Turbine" handlich sein sollte wie ein Schlagschrauber. Genau so leicht und kraftvoll, aber mit genügend Drehmoment ausgestattet, um ein Gefährt bewegen zu können. Auf der Suche nach geeigneten Quellen stiess ich einmal auf einen Druckluft-Anlasser für LKW's. Eine Maximal-Leistung von 1460 Newton stand zur Verfügung und regulierbar in den richtigen Drehzahlen. Mit geeignetem Aufwand geeignet für die verrücktesten Antriebe. In Serie koppelbar und handlich mit ca. 10 kg. wie ein normaler Autoanlasser. Leider ist dieses Ding mit ca. Fr. 4'000.-nicht gerade preiswert und vor allem auch dann noch nicht einsatzbereit, weil es zuerst umgebaut und für den entsprechenden Gebrauch angepasst werden muss. Nach Rücksprache mit Herrn Züllig vom Zylinderschleifwerk Holenstein und Züllig in Regensdorf sollte dies jedoch kein grösseres Problem bilden. Arbeiten wie z.B. Anpassen eines Antrieb-Riemens oder Direkt-Antriebes an das bestehende Kupplungsgehäuse etc. sind nötig. Zudem wird die Hin- und Herbewegung des Zahnrades nicht gebraucht und muss somit auch abgeändert werden. Dies für den Fall, dass man mit dieser abgeänderten "Turbine" die ersten Versuche hätte machen können.

Einfacher wäre jedoch, wenn Geld zur Verfügung stehen würde um in Zusammenarbeit mit einer Maschinenfabrik gleich eine fertige, richtige Turbine zu konstruieren. Gut wäre auch, diese Idee mit Ingenieuren, Technikern und sonstigen Sachverständigen diskutieren und ausarbeiten zu können. Auf der Suche nach Adressen bin ich auf Ihre Adresse gestossen und wollte Sie höflich anfragen ob Sie an diesem Produkt Interesse hätten. Meine Aufgabe sähe ich darin, Ihnen bestmöglichst mit meinen Mitteln zu helfen. Sei es bei der Forschung und Entwicklung. Produktion und Fertigung, oder Werbung etc. ganz wie Sie es wünschen. Es ist für mich als sogenannten "Alleinunternehmer" nicht möglich auch nur die einfachsten Tests und Versuche alleine durchzuführen und zudem bin ich auch nicht gewillt, dieses Projekt mutterseelenallein noch jahrelang vor mir herzuschieben.

Ich möchte gerne betonen, dass meine Absicht nicht ist, Ihnen etwas zu verkaufen oder zu vermieten. Meine Absicht besteht darin, dieses Projekt im Interesse der Menschheit und der Natur an die Öffentlichkeit zu bringen, im Hinblick darauf, dass mit dieser Idee ein positiver Beitrag für den Umweltschutz eingebracht werden konnte. Sollten bei der Durchsicht Fragen auftauchen, so bin ich gerne bereit zu allem Stellung zu nehmen. Denn es ist nicht so einfach, etwas worüber man jahrelang nachdenkt, einfach so auf ein paar Blatt Papier zu bringen. Zu diesem Zweck habe ich alles Technische in einer Dokumentation zusammengestellt um es bei Bedarf Interessierten vorlegen zu können. Inkl. Anwendungsbeispielen.

Gerne erwarte ich Ihren Bescheid.

Mit freundlichen Grüssen

J e s u s

P.S. Nicht zu vergessen, dass sich das Patentamt Bern sehr positiv zu meiner Patentanmeldung äusserte...

 

 

F e n s t e r    s c h l i e ß e n