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...Der letzte im
Nichtbunde ist gleichzeitig der am wenigsten bekannte und wohl auch
zurückhaltenste: Jesus Wälti, ein ehemaliger Bankkaufmann aus der
Schweiz, der früher den Vornamen Max trug, seit Mitte der 90er amtlich
Jesus heißt und sich selbst als Jesus von Nazareth bezeichnet, weil er
überzeugt ist, die (Re)Inkarnation des historischen Nazareners zu sein.
Nun sollen insbesondere in die Psychiatrien in Jerusalem jährlich
mehrere Dutzend Menschen eingeliefert werden, die der gleichen festen
Überzeugung sind. Der Unterschied zu Jesus Wälti: die „normalen
Verrückten“ glauben es von sich, der Schweizer schlussfolgerte es teils
sogar gegen seinen eigenen (früheren) Glauben aus einer Reihe
merkwürdiger Erlebnisse und Ereignisse, bevor er es für sich als wahr
annahm. Zu denen gehören seinem Bericht zufolge nicht nur jede Menge
Wunderheilungen, sondern es waren vor allem fremde Menschen insbesondere
bei seinen drei Jerusalem-Aufenthalten, die ihn als Jesus erkannten und
ansprachen.
Dessen ungeachtet ist der
„Züri-Heiland“, wie der 51-jährige gelegentlich in der Presse genannt
wird, kein abgehobener Prediger, sondern ein mehr oder weniger normaler
Mensch (wenn es so etwas überhaupt gibt und man jemanden, der sich für
Jesus hält und deshalb zweimal in der Psychatrie gelandet ist, als
normal ansehen kann), der z.B. ganz zeitgemäß (wenn auch erfolglos)
versucht, die Entwicklung eines Luftdruckautos zu forcieren; oder der
die Abschaffung des Geldes propagiert und sich für ein zinsloses
alternatives Währungs- und Tauschsystem einsetzt. Seine Philosophie ist
im Buch „Der Sinn des Lebens“ zusammengefasst, aktuell erschienen ist
„Insel Erde“. |