Im November 2006 unternahmen die Denmans mit der Schülergruppe einen 4-tägigen Ausflug nach CHICAGO. Dazu hatten Gene und Ginger einen Van gemietet, in den alle hineinpassten. In Amerika geht so etwas! Ginger Denman ist übrigens die Dame, die sich um die gesamte Organisation des Delphos-Aufenthalts für Schüler(innen) aus Verl und Werther kümmert. Sie sucht die Gastfamilien, hält Kontakt zu den Schulen und kümmert sich um alles andere, das mit dem Schüler-Programm zu tun hat. Sie ist sozusagen mein Pendant jenseits des Großen Teiches.
Von dieser Reise, die praktisch jedes Jahr Teil des Programms ist, bekam ich von Anna Kochtokrax und Michael Wenske einige Fotos zugeschickt, die Sie weiter unten anschauen können. Außerdem schrieb Michael einen kleinen Bericht über die Reise, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Lesen Sie, was er schrieb:

Samstagmorgen um neun ging es vom Haus der Denmans aus los. Alle waren voller Vorfreude, aber an Matzes "Geil, geil, Chicago, Chicago!" kam keiner heran. Nach etwa vier Stunden Fahrt haben wir dann beim Hotel eingecheckt und erst mal die Hotelzimmer erkundet. Ich habe keine Ahnung, wie viele Sterne das Hotel hatte, oder ob die hier ueberhaupt das Sterne-System benutzen, aber es war schon... schick :-) (Indoor-Pool, Sauna, Kabelfernsehen :-), Zimmerservice und 3 Dollar fürs Wasser). Spaeter am Tag sind wir dann noch in die Mall gegenueber gegangen und haben erst mal geshoppt, was das Zeug haelt. Mit der Kreditkarte meiner Eltern habe ich mich irgendwie... MACHTVOLL gefuehlt :-). Nachdem wir uns bei der Cheesecake Factory (In-Laden fuer Zuckerjunkies) mit sehr leckerem, aber auch sehr ueberteuertem Kuchen eingedeckt hatten, sind wir dann zu einer zweistuendigen Essenssuche aufgebrochen. Alle Restaurants, vor denen wir standen, hatten zwischen 30 und 70 Minuten Wartezeit, bis man einen Platz bekam. Wir sind dann schliesslich bei Denny's gelandet und haben lecker gegessen.
Sonntag ging es dann per Zug nach Downtown. Wir haben eine Bustour gemacht, die uns quer durch die Stadt gefuehrt hat und sind bei den Stationen, die uns interessiert haben, ausgestiegen. Darunter: Millenium Park mit einer RIESIGEN Silbernen Bohne, in der man sich sehr witzig gespiegelt hat (siehe Bilder), HardRock Cafe und Watertower (7-Stockwerke-Shopping-Temple). Am Abend sind wir dann auf den Hancock Tower gegangen und wir haben den wirklich unbeschreiblichen Anblick genossen. Die Bilder erfassen das nicht halb so schoen, wie es war. Wir sind dann noch zu Fuss zurueck zum Bahnhof gegangen, um ein bisschen Atmosphaere zu schnuppern. Alles in allem ein richtig schoener und anstrengender Tag.
Montag hatten wir ein etwas freieres und somit auch viel staerker diskutiertes Programm. Wir waren im Sheggs Aquarium, dem groessten Aquarium auf diesem Kontinent, und - nicht zu vergessen - haben SPONGEBOB in 4D gesehen. Danach ging es dann wieder nach Downtown und wir konnten im Prinzip machen, was wir wollten. Wir (Rouven, Matthias und ich) sind noch einmal kurz in den Watertower gegangen und dann ein bisschen rumgeschluert. Wir haben fuer Rouven einen Adapter bei Radio Shack gekauft, damit sein Mp3-Player lief, und nachher noch zu STARBUCKS (siehe Foto). Wir haben uns wiedergetroffen und sind dann zusammen zu Dicks Last Resort gegangen, einem Restaurant/Bar/Kneipe/Livemusik-Laden, in dem die Kellner nicht so verkniffen sind und auch mal Sachen nach einem werfen.
Dienstagmorgen war es sehr hektisch, weil es am Vorabend sehr, sehr spaet geworden war. Es haben es zum Glueck alle rechtzeitig geschafft und wir haben uns dann schweren Herzens von dem Hotel getrennt. Gene hat uns durch seine Insidertricks in das CME reinbekommen. Das ist im Prinzip wie eine Boerse, nur dass da als Hauptumsatz nicht Waren, sondern Waehrungen gehandelt werden. Ich persoenlich fand es sehr interessant und es war echt schade, dass wir keine Fotos machen durften. Die Rueckfahrt war ereignislos und ich bin jetzt auch todmuede :-)
Danke nochmal an alle Mitreisenden. Ohne euch waere es nur halb so cool gewesen! Gruesse an alle daheim, Freunde, Eltern, Lehrer und alle, die mich kennen. Michael
Bitte wundern Sie sich nicht über die seltsame Rechtschreibung in Michaels Bericht. Da die amerikanische Computertastatur kein ä, ö, ü oder ß kennt, musste er sich mit ae, oe, ue und ss behelfen. Das ist normal bei Mails, die man in deutscher Sprache aus den USA bekommt. Ich sage Michael an dieser Stelle nochmals meinen herzlichen Dank für diesen eindrucksvollen und informativen Bericht. Danke auch für die Fotos von Anna und Michael, die Sie sich hier anschauen können: