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"Highschool" Time in den USA
in der Klasse 11

[ Stand vom Oktober 2006 ]

Der Aufenthalt in Delphos, USA hat mittlerweile schon Tradition. Wenngleich sich die Bedingungen immer wieder geändert haben mögen, ist der Grundgedanke derselbe geblieben: Die Schülerinnen und Schüler (im Folgenden der besseren Lesbarkeit halber nur noch "Schüler", ohne damit eine Diskriminierung ausdrücken zu wollen) reisen im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Verl und Delphos in die USA, werden dort in Familien aufgenommen und gehen zu einer der beiden Highschools in Delphos, entweder zur ST. JOHN'S HIGH SCHOOL oder zur JEFFERSON HIGH SCHOOL. Delphos ist sehr ländlich im Nordwesten Ohios gelegen, etwa anderthalb Autostunden vom Flughafen Fort Wayne (Indiana) bzw. zwei Autostunden vom Flughafen Detroit (Michigan) entfernt.

Grundsätzliches

Die Aufenthaltsdauer beträgt 3-4 Monate, in der Regel von August bis Anfang Dezember. Die Rückreise sollte nach Thanksgiving (vierter Donnerstag im November) liegen. Die Schüler bekommen im Normalfall ein so genanntes "I-20 form", das die Visumformalitäten beim Konsulat in Frankfurt sehr vereinfacht. Genauere Informationen zur USA-Einreise finden Sie hier. Dort gibt es auch Informationen zur Partnerschaft selbst. Die Kosten für I-20 Form und Visum tragen die Schüler selbst.

Während ihres Aufenthaltes in Delphos wird den Schülern neben dem Schulbesuch ein Programm geboten, das mehrere kostenlose Besichtigungen, Kurztrips und Freizeitveranstaltungen beinhaltet. Außerdem wird in der Regel eine mehrtägige, allerdings kostenpflichtige Fahrt in eine Stadt (z.B. Chicago) unternommen. Planen Sie dafür etwa 300-400 € extra ein. Die Teilnahme an dieser Fahrt ist Pflicht. Eine Garantie, dass diese Fahrt stattfindet, kann allerdings nicht gegeben werden!

Die Verantwortung für die versicherungstechnische Seite des Auslandsaufenthalts liegt grundsätzlich bei den Schülern und ihren deutschen Familien. Sie sollten daher bei Ihrer Krankenversicherung nachfragen, ob ein solcher Auslandsaufenthalt schon abgedeckt ist oder ob eventuell eine Zusatzversicherung abgeschlossen werden muss. Bei der Einreise in die USA muss ein ausreichender Haftpflichtversicherungsschutz nachgewiesen werden. Fragen Sie bei Ihrer Haftpflichtversicherung nach. Einen entsprechenden Vordruck erhalten Sie zu einem späteren Zeitpunkt. Im Falle eines Falles kann auch eine Kurzzeit-Auslands-Unfallversicherung sehr nützlich sein. Sprechen Sie mit Ihrer Versicherung.

Außerdem müssen die deutschen Eltern ein so genanntes "Power of Attorney" unterzeichnen und notariell beglaubigen lassen (bei jeder Siegel führenden Behörde möglich), in dem sie den amerikanischen Gasteltern für die Zeit des Aufenthaltes ihres Kindes in den USA die Erziehungsvollmacht geben. Für eventuelle Kurzreisen ist eine weitere Vollmacht nötig. Die entsprechenden Formulare erhalten Sie von mir zu einem späteren Zeitpunkt.

Nach schlechten Erfahrungen mit den Einwanderungsbehörden in den USA bestehen unsere amerikanischen Freunde darauf, dass die Schüler nicht mehr alleine, sondern zum selben Zeitpunkt in einer Gruppe und unter Aufsicht eines von mir beauftragten Erwachsenen in die USA reisen. Die Flüge werden zentral von mir gebucht, müssen aber von den Eltern bezahlt werden, wobei der Preis für das Ticket der Begleitperson anteilig auf die mitreisenden Schüler umgelegt wird. Der Rückflug ist unproblematisch und erfolgt zwar als Gruppe, aber ohne Begleitung.
 

Pro Schüler und pro Monat Aufenthalt fallen folgende Kosten an:

  1. Für die Austauschorganisation in Delphos müssen 450 € gezahlt werden, womit die Kosten für Schulgeld (St. John's ist extrem teuer!), Kurztrips, div. Freizeitaktivitäten, Telefon, Porto, Benzin, Leih-Vans, Museumsbesuche etc. bestritten werden. Außerdem wird ein kleiner Teil dieser Summe in einen Fonds gezahlt, der dem Schüleraustausch und der Partnerschaft Verl-Delphos für besondere Notfälle zur Verfügung steht. Die Betreuerin in Delphos ist ehrenamtlich tätig und arbeitet unentgeltlich.

  2. Für die Organisation in Verl zahlen Sie 25 €. Dieser Betrag ist für Telefon, Porto, Benzin, Bankgebühren etc. bestimmt und kann so niedrig gehalten werden, da ich ehrenamtlich tätig bin und unentgeltlich arbeite. Die ganze Sache ist sozusagen mein "Freizeitvergnügen".

Die Zahlungsmodalitäten erfahren Sie zu einem späteren Zeitpunkt.
 

Wie bewerbe ich mich?

Sollten Sie sich dazu entschließen, Ihrem Kind einen Aufenthalt in Delphos zu ermöglichen, so läuft folgendes Procedere ab:

1.) Bewerbung an der Schule: Der Schüler schreibt seine Bewerbung auf 4 DIN-A4-Blättern:

Alle diese Seiten müssen in Englisch verfasst sein und sowohl in ausgedruckter Form, als auch auf Diskette oder CD-ROM eingereicht werden. Die Dateien (ausschließlich in Word!) sind eindeutig mit dem Namen des Schülers zu bezeichnen, nicht etwa "Ohio.doc" oder Ähnliches, sondern z.B. "haenschen_klein.doc". Sind aus technischen Gründen mehrere Dateien nötig, so sind sie sinnvoll zu nummerieren (z.B. haenschen_klein_1.doc, haenschen_klein_2.doc usw.) und unbedingt in einem entsprechend benannten Ordner (haenschen_klein) abzulegen.

Denken Sie daran, dass die Bewerbung die einzige Information ist, die die zukünftigen Gasteltern bekommen, um zu entscheiden, welchen Schüler sie aufnehmen! Daher ist eine wirklich aussagekräftige Bewerbung sehr wichtig. Aber ACHTUNG: Die Gesamt-Dateigröße ist auf maximal 5 MB beschränkt! Bewerbungen, die einen größeren Speicherplatz belegen oder auf andere Weise nicht den o. a. Vorgaben entsprechen, werden nicht bearbeitet!

Wichtig: Die vollständigen Bewerbungsunterlagen müssen bei mir (am Gymnasium Verl bei Frau Kloß) unbedingt bis zur Deadline am 27. November 2006 eingereicht werden!

2.) Schulinterne Auswahl: Ein Komitee aus mehreren Lehrkräften der Schule − darunter die jeweiligen Klassenlehrer und die Englischlehrer − entscheidet, welche Schüler für das Austauschprogramm geeignet sind und trifft so eine Vorauswahl.

3.) Auswahl im Gastland: Die Daten derjenigen Schüler, die ausgewählt wurden, werden per E-Mail (daher auch die verlangte Digitalisierung der Bewerbung) nach Delphos übermittelt, wo die endgültige Auswahl getroffen wird. Die Akten der ausgewählten Schüler werden dann per Luftpost nach Delphos versandt. Die ausgeschiedenen Schüler können ihre Bewerbungen auf Verlangen zurückbekommen.

4.) Beginn des Programms: Nun beginnt die Betreuerin vor Ort damit, die Schüler in Gastfamilien zu vermitteln. Die potentielle Gastfamilie bekommt alle zur Wahl stehenden Bewerbungen zu sehen und wählt sich ihr "Gastkind" aus. Die erste Kontaktaufnahme zwischen Gastfamilie und deutschem Schüler findet statt. Die Suche nach Gastfamilien endet in der Regel Ende Februar. Die Schüler, die nicht vermittelt werden konnten, werden benachrichtigt. Für die anderen findet in dieser Zeit ein Vortreffen statt, in dem es um die Buchung der Flüge, das Visum, die erforderlichen Vordrucke und weitere organisatorische Einzelheiten geht.

Verl, im Oktober 2006

  Partnerschaft Verl-Delphos
im Heimatverein Verl e.V.  
 


Frithjof Meißner

                                                                                    

PS: Hier noch meine E-Mail-Adresse für eventuelle Rückfragen: meissner@amerikanetz.de

 

 

 

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