A.N.E.L.C. Ayuda al Niño En La Calle

Straßenkinderhilfe


Rundbrief September 2002: Land unter!


Liebe Schwestern und Brüder!

"Land unter" ist, soweit ich es weiß, der Ausspruch der Halligbewohner, wenn der Blanke Hans ihnen das Inselchen, auf dem sie wohnen, unter Wasser setzt. Diesmal war es die Elbe und ihre Nebenflüsse, die das taten und viel Angst und Leid verursacht haben. Es wird nun viel geredet und Schuld verteilt: dass Land besiedelt wurde, das eigentlich Überschwemmungsauen waren, dass der Treibhauseffekt das Klima verändert u.s.w. Dem Menschen, dem das Haus zusammengebrochen ist, hilft das wenig.

Aber nun ist das Wasser weggeflossen und es wird schon gearbeitet und geplant und Land, Gemeinde oder Bund stellen Hilfe und Unterstützung bereit.

All das las ich unter anderem in der Zeitung des VDI mit allen technischen Details. Man kann richtig das Ausmaß des Leides und die Solidarität mit den Leidtragenden spüren. Hoffentlich wird die Hilfe gerecht und angemessen erteilt und bald ist das Jahunderthochwasser nur noch Erinnerung und Lehre.

So geht das in einem gut organisierten Land, das schon aus der Überlegung heraus, dass ein bankrotter Bürger als Steuerzahler ausfällt, dass weniger produziert wird und dafür mehr Hilfsgelder locker gemacht werden sollen, eingreift und versucht den Schaden in Kürze zu beheben. Diese rein materiellen Überlegungen kommen zu der menschlich natürlichen Tendenz soziale Hilfe zu leisten dazu und bewirken eine allgemeine Bereitschaft zum Wiederaufbau und zum Helfen. 

Und wie steht es bei uns in Argentinien? Hier ist die "Nation unter" und das Wasser steht uns weiterhin bis über den Kopf. Wirtschaftlich, politisch, rechtlich und vielmals auch innerlich und von einem Sinken des (Wasser-)Notpegels keine Spur.

Viele sind schon abgesackt aus Lohn und Arbeit, aus Haus und geordneter Familie, abgesackt in Rand- und Elendsviertel, abgesackt in Verzweiflung und Bettelei, abgesackt im ein Null-Selbstbewusstsein, Scham und Depression. Es werden immer mehr arm und die Armen werden immer ärmer. Die bürgerliche Ordnung und das Gesetz werden in Frage gestellt. Es wird von Sozialaufständen und Unruhen gesprochen.

Trotzdem entstehen immer mehr kleine Hilfszentern, von manchmal sehr einfachen Leuten begonnen, die versuchen aus Soliarität die Not zu lindern und Kindern und Alten Nahrung auszuteilen mit wenig Unterstützung von Stadtgemeinden, aber mit viel Mut und persönlichem Einsatz.

Aber es reicht nicht hinten und nicht vorn, denn die Politiker und Wirtschftsbosse sind mit den kommenden Wahlen beschäftigt und auf das eigene Aufsteigen oder Dabeibleiben konzentriert.

In dieser Flut von Ungerechtigkeiten und Hochnot versuchen wir nun die zu retten, die am meisten leiden und die am schutzlosesten sind: die Kinder und Jugendlichen. Die versuchen wir so zu leiten, dass in ihnen die Hoffung auf ein rettendes Ufer erwacht und sie Mut bekommen zu schwimmen um es zu erreichen. Eigentlich rationell gesehen der blanke Wahnsinn, aber da ist noch etwas, das uns dazu anspornt das scheinbar Unmöglich zu wagen und das ist das Versprechen unseres Herrn Jesus, dass er an unserer Seite steht und dass Gott uns Menschen nicht verlassen wird. 

In dieser Hoffnug schreibe ich Euch mit der Bitte, vergesst die Kinder nicht! Und wenn Ihr wieder könnt, steht dem Werk weiterhin mit Eurer materiellen und geistigen Hilfe zur Seite! Bleibt weiterhin unsere zwar nicht anwesenden, aber trotzdem sehr sichtbaren Schutzengel und Helfer! 

Betet bitte für uns alle und helft mit, die Hoffnung auf Gottes Hilfe bei den Kindern wahr werden zu lassen.

Herzliche Grüsse und Gott befohlen!

 

Werden auch Sie ein Freund der Strassenkinder, indem Sie spenden oder eine Patenschaft übernehmen.

 

Rufen sie uns bitte an oder mailen Sie uns:
 
Susana Mai
Telefon/Fax: 0054-11-4461-3679
Eva von Spangenberg
Telefon: 0054-11-4791-8901
Hilde und Frithjof Kaufmann
Telefon/Fax: 0054-11-4730-3153
E-Mail: frithjof-kaufmann@arnet.com.ar

Oder wenden Sie sich an unseren Ansprechpartner in Deutschland:
 
Pastor Torsten Reimer
Kirchengemeinde Nusse-Behlendorf
Mühlenstr. 2
23919 Behlendorf
Telefon: 04544-1623
Handy: 0170-5840931
E-Mail: torsten.reimer@gmx.de

Spenden bitte an (Bankverbindung):
 
Kirchengemeinde Nusse-Behlendorf
Konto-Nr.: 16918
Evang. Darlehnsgenossenschaft Kiel
BLZ: 21060237
Stichwort: ANELC
WICHTIG:
Bitte geben Sie Ihren Namen und Ihre Adresse an, damit das Gemeindbüro von Pastor Reimer eine Spendenbescheinigung ausstellen und Ihnen zusenden kann. Vielen Dank!


Vielen Dank im Namen der Kinder!

 

Zurück zur Startseite

 

 

Gestaltung der Seite: Frithjof Meissner, Verl-Kaunitz, Deutschland © 2002-2005.